Bischof Glettler: „Besonders beeindruckt mich am Fest der Jugend, dass hier viele junge Leute Verantwortung tragen!“

Mai 21, 2018 | Blog 2018, Emanuela´s Pfingstblog 2018

Nicht nur der Innsbrucker Bischof ist begeistert von den unzähligen blutjungen Menschen, die ihre Begabungen und Talente am Fest der Jugend einbringen. Ich habe mir für euch ein paar von ihnen geschnappt und sie zu ihre(n)r Aufgabe(n) und ihrer Motivation dahinter befragt.

 

Stani 16, aus Salzburg. Aufgabe: Musical Darsteller (Hauptrolle)

 

Wie er auf das Fest der Jugend gekommen ist:

Man kann sagen, dass ich quasi einen Teil meiner Kindheit hier verbrachte: schon als kleiner Junge nahmen mich meine Eltern mit und als 10-Jähriger machte ich mit meiner Clique das Fest der Jugend unsicher.

Wie er zu seiner Aufgabe gekommen ist:

Letztes Jahr hatte ich eine winzige Rolle im Musical – allerdings eher unfreiwillig, denn ich musste für meinen Bruder einspringen. Im Februar kam ein Mitarbeiter mit den Worten: „Ich habe ein Attentat auf dich!“ auf mich zu und fragte, ob ich heuer nicht die Hauptrolle übernehmen könne. Meine Antwort: „Da muss ich erst eine Nacht darüber schlafen.“ Am nächsten Tag gab ich mein „Ja“.

Ob er sein Talent auch zu Hause auslebt:

Ja, ich hab Erfahrung mit der Bühne durch ein Vokalensemble, das aus 10 Burschen besteht. Wir singen alles, von den „Wise Guys“ bis hin zu Renaissance Musik. Eigentlich haben wir dieses Wochenende einen Auftritt in Zell am See, aber den schwänze ich.

Warum er auf´s Fest der Jugend kommt und nicht stattdessen in einem Club abhängt:

Mit 13 hatte ich eine Gotteserfahrung, die mich total berührt hat. Ich fühle mich hier viel wohler und meine Freunde sind 100 Mal echter als in einem Club.

 

Helena 17, aus Salzburg Land. Aufgabe: Poetry Slam

 

Wie sie zu ihrer Aufgabe gekommen ist:

Im Februar hielt ich einen Poetry Slam während der Firmlingsbegegnung mit dem Erzbischof. Jemand von Loretto kam auf mich zu und erkundigte sich ob ich nicht den Eröffnungs –Poetry Slam am Fest der Jugend  machen möchte.

Lebt sie ihr Talent auch zu Hause aus?

Ja. In den letzten Jahren verbrachte ich fast jedes Wochenende bei Poetry Slam – Veranstaltungen und auf Wettbewerben. Magdeburg war das weiteste. Jetzt verdiene ich mir mein Taschengeld mit Poetry Slams auf Geburtstagen, Hochzeiten, usw.

Warum sie auf´s Fest der Jugend kommt und nicht stattdessen in einem Club abhängt:

Ich bin nicht so der laute Typ und brauche viel Ruhe. Auch meine Gottesbeziehung ist von ruhiger Art und das Fest der Jugend ist mir oft eigentlich zu laut. Doch ich finde es toll für Jugendliche weil viele die laute Worship – Musik lieben. Meine schönste Zeit am Kongress war zu Mittag als ich im Sacellum (kleine Kapelle wo tagsüber ruhige Lobpreis Musik von verschiedenen Leuten gespielt wird) betete. Da konnte ich voll runter kommen und bin wirklich am Pfingstkongress angekommen.

 

Sebastian 19, aus Wien.  Aufgabe: Kameramann an Kamera Nr.6, Morgenschicht

 

Ich sehe es als meine Verantwortung, die Gaben, die ich bekommen habe, für andere Menschen und für die Kirche einzusetzen.

Wie er zu seiner Aufgabe gekommen ist:

Ich hab immer gedacht, dass 1. nur alte Leute und 2. nur 15 Personen oder so per Livestream am Fest der Jugend dabei sind. Doch als mich Leute aus meiner Pfarre ansprachen, wie dankbar sie für den Livestream sind, da sie so auch die Möglichkeit hatten, etwas vom Kongress mitzubekommen, ich die realen Zahlen der Zuseher hörte (ca. 500 000 über die sozialen Medien) und die Story von Janine, die wegen YouTube beim Fest der Jugend landete, änderte ich meine Meinung.  Daraufhin rief ich die Zuständigen für den Livestream an und meldete mich als Mitarbeiter. Ich sehe es als meine Verantwortung, die Gaben, die ich bekommen habe, für andere Menschen und für die Kirche einzusetzen. Mit meinem Dienst will ich anderen Leuten die Möglichkeit geben, durch das Fest der Jugend Schritte im Glauben zu machen – so wie ich das selber erlebt habe.

Ob er sein Talent auch zu Hause auslebt:

Ja. Ich interessierte mich bereits mit 12 für Film und Kamera, machte Fotos und kleine Filme. Ich gehe in Wien in „Die Graphische“ zur Schule und bin dort im Multimedia Zweig.

Warum er auf´s Fest der Jugend kommt und nicht stattdessen in einem Club abhängt:

Prinzipiell bin ich nicht der große Party – Tiger. Ich gehe auch am Fest der Jugend nicht zur Party im Innenhof von St. Blasius am Sonntag Abend. Ich möchte jungen Leuten einfach das ermöglichen und weiter geben, was ich selbst erfahren durfte – das ist meine Motivation.

 

Katrin 19, aus Bischofshofen. Aufgabe: Musical Darstellerin (Vloggerin)

 

Wie sie auf das Fest der Jugend gekommen ist:

Vor 5 Jahren hat mich meine beste Freundin mitgenommen. Beim 2. Mal haben wir dann gemeinsam im Anmeldungsteam geholfen.  Das war eine coole Arbeit weil man neue Leute kennen lernt und mit so vielen ins Gespräch kommt.

Wie sie zu ihrer Aufgabe gekommen ist:

Vor 2 Jahren hat mich der große Bruder meiner Freundin gefragt ob ich nicht im Musical mitwirken möchte.

Lebt sie ihr Talent auch zu Hause aus?

Zur Zeit nicht so viel, allerdings hab ich während meiner Hauptschulzeit in den Schul-Musicals mitgespielt.

Ich finde es faszinierend, wie die Jugendlichen den Dom erstürmen sobald sich die Tore öffnen – jeder will unbedingt in der 1.Reihe stehen.

Warum sie auf´s Fest der Jugend kommt und nicht stattdessen in einem Club abhängt:

Das Fest der Jugend ist wie eine Tankstelle, wo ich immer wieder neu mit dem Hl. Geist aufgetankt werde. Ich finde es faszinierend, wie die Jugendlichen den Dom erstürmen sobald sich die Tore öffnen – jeder will unbedingt in der 1.Reihe stehen.

 

Matthäus 18, aus Salzburg Land. Aufgabe: Schlagzeuger und Musical Darsteller

Wie er zu seiner Aufgabe gekommen ist:

2015 wurde ich gefragt ob ich im damaligen Musical in der „Jam Session“ Schlagzeug spielen wolle. 2017 hatte ich dann die Hauptrolle im Musical und 2018 landete ich in der Loretto – Band als Schlagzeuger.

Ob er sein Talent auch zu Hause auslebt:

Ja, ich lerne seit fast 7 Jahren Schlagzeug und besuche ein Gymnasium mit musischem Zweig.

Letztendlich ist der Gewinn viel größer als das, was man selber gibt. So ist das mit einem Dienst in der Kirche.

Warum er auf´s Fest der Jugend kommt und nicht stattdessen in einem Club abhängt:

Weil man so viel zurückbekommt. Letztendlich ist der Gewinn viel größer als das, was man selber gibt. Es ist ein Privileg mit so guten Musikern zusammen zu spielen, man selber lernt musikalisch viel dazu und man hat Gemeinschaft mit anderen Christen. So ist das mit einem Dienst in der Kirche.

Spannendes Detail: Matthäus ist Freikirchler aus der Freien Christengemeinde Schwarzach, fühlt sich aber unter Katholiken pudelwohl und besucht in Salzburg den Loretto Gebetskreis. Die Einheit unter den Christen ist ihm ein großes Anliegen.

 

Eure

Emanuela

 

 

 

 

 

 


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