20 Jahre Pfingsten – Eine Reise durch die Zeit!

Jun 13, 2019Blog 2019

20 Jahre Fest der Jugend – Eine Reise durch die Zeit

Müsste ich das Salzburger Pfingstfest 2019 unter ein Motto stellen, so wäre es „Back to the roots“ – zurück zum Ursprung. Wie schauen diese „Wurzeln“ aus?

Von Emanuela Sutter

 

Gestern

Begeben wir uns auf eine Zeitreise in die 1990er Jahre, als alles anfing: Damals, als eine Gruppe Jugendlicher zum Wallfahrtsort Medjugorie fuhr, mit Feuer im Herzen zurück nach Österreich kam und den Auftrag der Mutter Gottes „Gründet Gebetskreise“ in die Tat umsetzten. Damals, als sich selbigen jungen Leute zum Rosenkranzbeten und zum anschließenden legendären Wurstsemmelessen trafen. Dieses Konzept bekam etwas später den Namen „Gebetskreis“. Dann das Jahr 2000, als die Gruppe mithilfe des damaligen Erzbischofs Eder ein kleines Pfingstfest in der Aula der Salzburger Universität mit 80 Teilnehmern auf die Beine stellte.

Der Kreis schließt sich

Seitdem ist einiges geschehen: ein mit Jugendlicher vollgestopfter Dom, die aus allen deutschsprachigen Ländern und darüber hinaus anreisen. Hochprofessionelle Technikanlagen und Musik. Über 400 Mitarbeiter. Eine hohe Präsenz im Internet. Immer mehr Besucher aus anderen christlichen Konfessionen. Sprecher werden eingeladen, die die Welt bereisen und vor tausenden Menschen predigen.

Zurück im Juni 2019: das heurige Salzburger Pfingstfest ist gefühlt ruhiger, auf eine gewisse Weise „in sich gekehrter“. Es ist schwer, Worte dafür zu finden. Keine hippen, freikirchlichen Gastprediger, die als Sprecher eingeladen sind, dafür eine katholische Klosterschwester. Die Themen der Katechesen sind schlicht. Im Zentrum steht Maria und ihr „Ja“, dass sie dem Engel gab. Wie Maria ist jeder von uns eingeladen, „Ja“ zu Gott zu sagen, „Ja“ zu seinen Plänen, die er für jeden einzelnen vorbereitet hat. Hier schließt sich der Kreis und wir befinden uns wieder am Anfang, in Medjugorie, wo die Reise ihren Anfang nahm und dieses kleine „Ja“ des Gründers der Loretto Gemeinschaft, Georg Mayr-Melnhof, wie ein Samenkorn in die Erde grundgelegt wurde. Die Gnade Gotte hat dafür gesorgt, dass dieser Same zu einer großen Frucht wurde.

Morgen

Die Form des Pfingstfestes mag sich ändern, der Musikgeschmack wird in wiederrum 20 Jahren ein anderer sein, die sozialen Medien werden sich gewandelt haben, neue Lobpreislieder werden erklingen. Was heute in Mode ist, wird dann als altmodisch erscheinen. Doch von all dem „lebt“ das Pfingstfest nicht, es ist nicht abhängig davon. Das Grundgerüst des Events wird 2039 dasselbe sein, dass es schon im Jahr 2000 war und auch heute, 20 Jahre später, ist. Das Fundament liegt darin, Gott allein die Ehre zu geben und alleine ihm zu gefallen. Es liegt darin, am Dienstag zurückkehren in den Alltag, zurück in die kleinen unscheinbaren Gebetsräume der Loretto Gemeinschaft, um nur für „The Audience of One“ zu singen und zu spielen. Ich bin mir sehr sicher, dass das auch in der Zukunft nicht anders sein wird – unabhängig davon, wie das Rundherum aussehen wird!

 


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